Hintergrund
Die Gründung der IRIS integrated risk management ag
Dr. Willi Brammertz und Dr. Jürg B. Winter entwickelten in den 80er Jahren die Vision einer generischen Annäherung an eine Finanz-Analyse, die es erlaubt, die unzähligen Teil-Analyse-Systeme mit einer einzigen, vereinheitlichten Finanz-Auswertung zu ersetzen.
Einerseits wurde die Vision durch den aktuellen Integrationsprozess der verschiedenen Teil-Operations-Systeme in Core-Banking-Lösungen ausgelöst. In jenen Tagen wurden diese Lösungen von WINTER PARTNERS AG in Zürich entwickelt. Die WINTER PARTNERS AG ist ein ganzheitlicher Betrieb für Core-Banking Lösungen, welcher 1970 durch Herrn Dr. Winter gegründet wurde. Andererseits war die Vision inspiriert durch die Forschungs- und Doktorarbeit in integriertem Risikomanagement von Dr. Brammertz.
Anfang der 90er Jahre wurde der Analyse-Bedarf der Europäischen Banken, hauptsächlich für neue Bilanz-Management-Lösungen, erkannt. Um diesen Bedarf zu decken, gründeten Dr. Winter und Dr. Brammertz die IRIS integrated risk management ag in Zürich. Das Ziel war, ein führender Anbieter und Berater in Risikomanagement-Lösungen, basierend auf einem amerikanischen Fremdprodukt, zu werden. Die Fachkenntnisse der IRIS AG resultierten schnell in einer beträchtlichen Anzahl von überaus zufriedenen Implementierungs- und Beratungs-Kunden. Leider kam das verwendete Fremdprodukt schnell ins Hintertreffen und konnte den Anforderungen der IRIS-Kunden nicht mehr gerecht werden.
Der Ursprung der ersten generischen IRIS Finanz-Analyse-Lösung
Der Markt wurde detailliert analysiert und viele internationale Erfahrungen in Implementierung und Beratung gesammelt: es war Zeit für die IRIS AG, unabhängig zu werden. 1993/1994 wurde entschieden, die Vision einer generischen, einheitlichen Analyse-Infrastruktur durch Entwicklung der entsprechenden Finanz- und IT-Technologie-Systeme zu verwirklichen. Die Hauptanforderungen an das System waren:
- Intuitive und einfach zu bedienende Anwendung, Implementierung und Upgrade der Analyse Methoden
- Konsistente Resultate in allen Ansichten sowie in allen Auflösungen
- Fähigkeit, die Auswirkung verschiedener Risiken simultan, sowie die Profitabilität betreffend, zu berechnen
- Fähigkeit, alle Produkt-/Instrumenttypen mit offenen Strukturen zu behandeln sowie neue Produkte/Instrumente konsistent implementieren zu können
- Offen für alle akzeptierten Bewertungsmethoden
- Konsistente historische, statische und dynamische Analyse
- Modularität, die es dem Kunden erlaubt nur die benötigten Anforderungen zu benützen (und zu zahlen)
- Skalierbare Architektur und Prozessvolumen, vom Einzelplatz-PC bis zu umfangreichen Prozessor-Netzwerken
- Anpassung an Kundenwünsche eher durch Modellierung als durch Parametrisierung
Die Realisierung der Rahmenbedingungen basieren auf zwei neuen Haupt-Konstruktionen:
Das generische Kontraktdatenmodell basiert auf einem erwarteten Standard-Cashflow-Verhalten, bestehend aus elementaren Basis-Kontrakttypen sowie einer Anzahl von „kombinierten Kontrakttypen, zum Beispiel für Derivate und Optionen. Diese Kontrakttypen sind die Basis für die Kalkulation von Wert und Ertrag in irgendeiner Granularität, Kontrakt, für jeden beliebigen Zeitpunkt/Intervall, in irgendeinem Marktszenario und für jede beliebige Strategie für alle akzeptierten Wertmethoden. Die zweite neue Konstruktion ist eine einzelne Kalkulation, welche die risiko-adjustierten Cash Flows in die Funktion der gewünschten Vermutungen und Strategien generiert.
Die daraus resultierende Lösung wurde riskpro genannt (aus Risiko und Profitabilität).
Basierend auf dem beschriebenen System, war riskpro Version 1.0 die erste produktive Implementierung. Das war 1997. Diese erste Version deckte vor allem ALM- und Marktrisikoanforderungen (inklusive Basel I) ab, welche zu dieser Zeit die höchsten Prioritäten für etliche Europäische Banken darstellten.
Laufende riskpro™ Entwicklung
Aufgrund von generellen Marktanforderungen oder spezifischen Kundenwünschen erhöhte die IRIS AG kontinuierlich die Anzahl von abgedeckten Finanzprodukten und Analysemethoden innerhalb des beschriebenen Systems. Es handelte sich um viele neue Finanzprodukte vor allem im Bereich der strukturierten Produkte und Optionen (einschliesslich Exotischen Optionen). Hinsichtlich der Analysemethoden wurde der Bereich mit Profitabilitäts-Analyse (inklusive Marktzinsmethode), Kredit Risiko, Basel II, IFRS 39 und – 2006 - mit der Analyse von operationellem Risiko erweitert. Diese Analysemethoden sind auf dem aktuellsten Stand der Technik, markterprobt, eine Schweizer Lösung sowie die Basel II Anforderungen erfüllend.
Ebenso wurden – parallel zu den oben genannten Erweiterungen – die GUI, das Reporting und die Extraktion, die Werkzeuge für Integrationssupport (ETL), das Berechnungstempo und die Präzision fortlaufend verbessert.
Diese bis heute unvergleichliche Bandbreite zieht einerseits neue Kunden, die sich für eine schrittweise Einführung durch eine einheitliche Analyse-Infrastruktur entschieden haben, an. Andererseits ermöglicht es manchen bestehenden Kunden, die nur Teile von riskpro verwenden, ihren Anwendungsbereich zu erweitern und zu vervollständigen. Diese Schritte führen zu beachtlichen Kosteneinsparungen (Interfaces, Lizenzen, Verhinderung von Abstimmungsprozessen), Transparenz und besseren Daten für bessere Strategien und Entscheidungen (risiko-adjustiertes Budget, Liquiditätsplanung, Pricing etc.).
Ausdehnung der IRIS Lösungen in weitere industrielle Bereiche
Heute ist riskpro eine vertraute Lösung für über 230 Finanz-Institute in über 20 Ländern mit steigender Tendenz. Allerdings stillt das generische System von riskpro ebenso die Analysebedürfnisse von Versicherungen, Gesellschaften und Regierungen. Die einheitliche IRIS Lösung unterstützt die Bereiche Versicherung, Rückversicherung und Pensionskassen und die sich abzeichnenden Anforderungen von Solvency II.
Über die IRIS AG: eine unternehmerische, kundenorientierte Organisation
Anfänglich zählte die IRIS AG ein dutzend „visionsgetriebene“ Mitarbeiter, deren Fokus hauptsächlich auf Beratung und auf der Leidenschaft für die Entwicklung eines neuen generischen Analysesystems lag. Im Lauf der Jahre entwickelte sich die IRIS AG zum Anbieter von kundenorientierten Lösungen, Know-how und Partnerschaften. Heute zählt die IRIS AG über 100 Finanz-Ingenieure, Mathematiker, Business Analytiker, IT Ingenieure und Entwickler, Berater, Projektmanager sowie Verkaufs- und Marketingpersönlichkeiten. Sie alle verpflichten sich für das Erbringen effizienter, fachkundiger und qualitätsorientierter professioneller Dienstleistungen um den Kunden lang- sowie auch kurzfristigen Nutzen zu garantieren, mit der laufenden Unterstützung der IRIS Academy.
Die IRIS Marketing und Verkaufs-Aktivitäten, Implementierungen, Beratungen und Schulungen sowie Support werden global von Zürich ausgeführt. Hier ist der Hauptsitz sowie der Sitz der IRIS Academy. Lokal wird die IRIS AG von einer Anzahl von qualifizierten weltweit vertretenen Partnern unterstützt. Forschung, technische Entwicklungen und Unterhalt erfolgen in Zürich und Lausanne (Schweiz) und einigen Schwesternfirmen in Osteuropa.
Die IRIS integrated risk management ag und ihre Schwesterfirmen sind eine selbständige, selbstfinanzierte, profitable Schweizer Gruppe, im Besitz von ihren Gründern und einer kleinen Anzahl von Mitarbeitern.
Erstellt: 16.04.2007 16:09
Geändert: 30.04.2007 08:54





